Lippen und außer Liebesſorgen ſorgenlos. Was hät⸗ teſt du mit dem Grübler, dem Einſiedler anfangen wollen?“
Nun trat er auf ſie zu, da er das Letzte halb vor ſich hin, auf und ab gehend, geſprochen hatte, und wollte eben ihre Hand faſſen, als er vor dem Ausdruck ihres Geſichts ſich entſetzte. Alle Weichheit war aus den Zügen gewichen, alle Röthe von den Lippen.„Du liebſt mich nicht!“ ſagte ſie langſam und tonlos, als ſpräche ein Andrer aus ihr und ſie horchte hin, um zu erfahren, was eigentlich gemeint ſei. Dann ſtieß ſie ſeine Hand mit einem Schrei zurück, daß die Flämmchen der Lampe zu erlöſchen drohten, und von draußen auf einmal ein wüthen⸗ des Wimmern und Toben des Hundes laut wurde. —„Du liebſt mich nicht, nein, nein!“ rief ſie wie außer ſich.„Kannſt du lieber in den Tod wollen, als in meine Arme? Kannſt du nach ſieben Jahren kommen, um Abſchied zu nehmen? Kannſt du ſo ruhig von deinem Tode ſprechen, als wäre er nicht auch meiner? So wäre mir beſſer, dieſe Augen wären erblindet, eh' ſie dich wieder ſahen, und dieſe Ohren taub geworden, ehe ſie die grauſame Stimme


