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Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
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Du hatteſt mir's

unſinnig. Eine wunderliche Nacht! doch ſehr angethan, Fenice. Ich weiß, daß ich keine Ruhe hatte, als du gar nicht wieder ins Haus zurückkommen wollteſt, daß ich aufſtand und dich draußen ſuchte. Dein weißes Kopftuch ſah ich, und dann nichts mehr von dir, denn du ſprangſt in die Kammer neben dem Stall.

Das war meine Schlafkammer, Filippo. Da durftet Ihr doch nicht hinein.

Aber ich wollt' es. Ich weiß noch, wie lange ich ſtand und pocht' und bettelte, der ſchlechte Geſell, der ich war, und meinte, der Kopf müſſe mir ſprin⸗ gen, wenn ich dich nicht noch einmal ſähe.

Der Kopf? Nein, das Herz, ſagtet Ihr. Ich weiß ſie noch alle wohl, die Worte, alle!

Und wollteſt doch damals nichts von ihnen wiſſen.

Mir war zu Muth wie zum Sterben. Ich ſtand im hinterſten Winkel und dachte, wenn ich mir nur das Herz faſſen könnte, an die Thür zu ſchlei chen, den Mund an die Spalte zu legen, durch dier Ihr ſpracht, daß ich den Hauch empfunden hätte.

Thörichte verliebte Jugend! Wäre deine Mutter

Heyſe, Neue Novellen. 2