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Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
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Ich war funfzehn Jahr, Filippo, und ſchämte mich ſehr. Ich war immer ſo trotzig geweſen und allein, und wußte mich nicht auszudrücken. Und dann hatte ich Furcht vor den Eltern, die lebten damals noch, wie Ihr wiſſen werdet. Mein Vater hatte die vielen Hirten und Heerden, und hier dier Schenke. Es iſt ſeitdem nicht viel anders geworden. Nur, daß er nicht mehr hier ſchaltet und ſchilt ſeine Seele ſei im Paradieſe! Und vor der Mutter ſchämte ich mich am meiſten. Wißt Ihr noch, gerade an demſelben Fleck ſaßet Ihr damals, Ihr lobtet noch den Wein, den wir von Piſtoja hatten. Mehr hörte ich nicht, die Mutter ſah mich ſcharf an, da ging ich hinaus und ſtellte mich hinter das Fenſter, um Euch noch betrachten zu können. Ihr waret jünger, natürlich, aber nicht ſchöner. Ihr habt noch heut dieſelben Augen, mit denen Ihr damals gewinnen

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konntet, wen Ihr wolltet; und dieſelbe dunkle

Stimme, die den Hund ſo aufbrachte vor Eiferſucht, armes Thier! Bisher hatte ich ihn allein geliebt. Er merkte wohl, daß ich Euch mehr liebte, er merkte es beſſer als Ihr ſelbſt.

Richtig, ſagte er,er war in jener Nacht wie