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„Ich wußte es wohl,“ ſagte ſie, und ein rüh— render Glanz der Freude erſchien auf den Lippen, „ich wußte es wohl, Ihr könnt es nicht vergeſſen
haben. Hat es doch der Hund, der Fuoco, nicht
vergeſſen, auch nicht ſeinen alten Haß auf Euch von
damals,— noch ich— meine alte Liebe.“
Das ſagte ſie mit ſo großer Feſtigkeit und Heiter⸗ keit, daß er immer erſtaunter zu ihr aufſah.„Ich beſinne mich nun auch auf ein Mädchen,“ ſagte er, „das ich einmal auf der Höhe des Apennin traf, und das mich zu ſeinen Eltern nach Hauſe brachte. Ich hätte ſonſt die Nacht auf den Klippen zubringen müſſen. Ich weiß auch, daß es mir gefiel—“
„Ja,“ unterbrach ſie ihn,„ſehr!“
„Aber ich gefiel dem Mädchen nicht. Ich hatte ein langes Geſpräch mit ihr, zu dem ſie nicht viel über zehn Worte beiſteuerte. Als ich ihr endlich
das ſchlafende finſtre Mündchen mit einem Kuß auf⸗
zuwecken dachte— ich ſehe ſie noch, wie ſie von mir weg auf die Seite ſprang und mit jeder Hand einen Stein aufhob, daß ich kaum ungeſteinigt davon kam. Wenn du jenes Mädchen biſt, wie kannſt du von deiner alten Liebe zu mir reden?“


