11
Bologna, und ob es bei Euch war, wo er ſein Meſſer hat liegen laſſen letzten Samstag.“
„Nein,“ ſagte ſie kurz und ungeduldig.
„Ihr hättet's ihm wohl wieder mitgeſchickt,“ ſagte ich ihm,„wenn's hier geweſen wäre. Und dann—“
„Nina,“ unterbrach ſie ihn,„zeige ihnen den Weg in die Kammer, wenn ſie ihn vergeſſen haben.“
Die Magd ſtand auf.„Ich wollte nur noch ſagen, Padrona,“ fuhr der Mann mit großer Ruhe und leiſem Zwinkern der Augen fort,„daß dieſer Herr dort das Geld nicht anſähe, wenn Ihr ihm ein ſanfteres Bett machtet, als unſereinem. Das wollt' ich Euch ſagen, Padrona, und nun ſchenk' Euch die Madonna eine gute Nacht, Signora Fenice!“
Damit wandte er ſich zu ſeinem Geſellen, neigte ſich, wie dieſer, vor dem Bilde in der Ecke, kreuzte ſich und beide verließen mit der Magd das Gemach. „Gute Nacht, Nina!“ rief das Mädchen. Die Alte wandte ſich noch auf der Schwelle und machte ein fragendes Zeichen, zog dann aber raſch und gehorſam die Thür hinter ſich zu.
Sie waren kaum allein, als Fenice eine Meſſing⸗ lampe, die ſeitwärts am Herde ſtand, ergriff und
+—


