der Hand durchs Haar und ließ die Augen über den Ort und die Geſellſchaft ſchweifen. An den Wänden las er die mit Kohle gemalten, frommen Sprüche, ſah im Winkel das Madonnenbild mit dem Lämp chen, daneben die Hühner, die auf der Stange ſchlie fen, dann die Maiskolben, die, auf Schnüre gereiht, an der Decke hingen, ein Brett mit Krügen und Korbflaſchen, übereinandergeſchichtete Felle und Körbe. Das Mädchen am Herd feſſelte endlich ſeine unruhi gen Augen. Das dunkle Ppoofil zeichnete ſich ſtreng und ſchön gegen das flackernde Roth des Herdfeuers, ein großes Neſt ſchwarzer Flechten lag tief auf dem Nacken, die Hände hatte ſie ineinander verſchränkt auf das eine Knie gelegt, während der andere Fuß auf dem Felsboden des Gemachs ruhte. Wie alt ſie ſein mochte, konnte er nicht errathen. Doch ſah er an ihrem Gebahren, daß ſie die Wirthin des Hau⸗ ſes war.
„Habt Ihr Wein im Hauſe, Padrona?“ fragte er endlich. Er hatte dieſe Worte kaum geſagt, als das Mädchen wie vom Blitz geſtreift emporfuhr und aufrecht neben dem Herde ſtand, mit beiden Armen ſich auf die Platten ſtützend. In demſelben Augen⸗


