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Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
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Indeſſen waren auch einige Knechte hereinge kommen und hatten ſich um den großen Tiſch an die Schüſſel geſetzt, welche die abziehenden Schmuggler ſo eben verlaſſen hatten. Eine alte Magd füllte ſie aus dem großen Keſſel von Neuem mit Polenta, und ſetzte ſich nun ebenfalls mit ihrem Löffel zu den Andern. Während ſie aßen, wurde kein Wort laut; die Flamme kniſterte, der Hund ſtöhnte heiſer aus dem Schlaf, das Ri aſ⸗ Mädchen ſaß auf den Steinplatten des Herdes, ließ das Schüſſelchen mit der Polenta, das ihr die Magd beſonders hin⸗ geſtellt hatte, unberührt und ſah in der Halle um⸗ her, ohne Gedanken in ſich verſunken. Vor der Thür ſtand der Nebel jetzt ſchon wie eine weiße Wand. Aber zugleich ging der halbe Mond eben hinter dem Rand des Felſens in die Höhe.

Da kam es wie Hufſchlag und Menſchentritte die Straße herauf.Pietro! rief die junge Hausherrin mit ruhig erinnerndem Ton. Ein langer Burſch ſtand augenblicklich vom Tiſch auf und verſchwand im Nebel.

Man hörte jetzt die Schritte und Stimmen näher, endlich hielt das Pferd am Hauſe. Noch eine Weile,

dann erſchienen drei Männer unter der Thür und