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Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
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die Steine waren beſſer gefugt, die Thür breiter und höher, und an das weite Viereck, das die eigentliche Wohnung ausmachte, lehnten ſich mancherlei Schup⸗ pen, angebaute Kammern, Ställe und ein gut ge⸗ mauerter Backofen. Vor der Hausthür ſtand ein Trupp beladener Pferde, denen ein Burſch eben die geleerten Krippen wegriß, während ſechs bis ſieben bewaffnete Männer aus dem Hauſe traten, in den Nebel hinaus, und eilig ihre Thiere rüſteten. Ein uralter Hund, der neben der Thür lag, bewegte nur leicht den Schweif, als ſie aufbrachen. Dann erhob er ſich müde von der Erde und ging langſam in das Innere der Hütte, wo das Feuer noch hell brannte. Am Herde ſtand ſeine Herrin, dem Feuer zugewendet, die ſtattliche Geſtalt regungslos, die Arme an den Hüften herabhangend. Als der Hund mit der Schnauze ſanft gegen ihre Hand rührte, wandte ſie ſich, als ſchrecke ſie aus Träumen auf. Fuoco, ſagte ſie,mein armes Thier, geh ſchla⸗ fen, du biſt krank! Der Hund winſelte und bewegte den Schweif dankbar. Dann kroch er auf ein altes Fell neben dem Herd und ſtreckte ſich huſtend und winſelnd nieder.