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auf, die Hände nach oben ausſtreckend, und, ſtarr auf einen Punkt die Augen gerichtet, ruft er:
—„Ah! Da ſteht er, er iſt gekommen, aber Ellis iſt noch nicht bei ihm.“— Der Baron verſuchte es, ihn auf das Bett zurückzulegen, aber Heinrich leiſtete Widerſtand, und ſo mußte es dem Baron genügen, wenn er nur den Verband um den Hals in der alten Lage feſthielt.
—„Ach, haſt Du kein Wort für mich, kein Lächeln?“ — phantaſirte der Kranke—„hu! hu! welch ein eiskaltes Geſicht, kalt und ſtarr.“—— Die Schauer des Fiebers ſchüttelten ſeine matten Glieder—„vergieb mir, verzeihe mir— ich habe meinen Schwur gebrochen, ich habe Ellis verrathen, verlaſſen— ich verbrenne, ich verſchmachte, wer hilft mir, ich muß vergehen.“—
Faſt verſagten die Kräfte des Barons, der den Kranken doch wenigſtens im Bette feſthalten wollte, während dieſer mit aller Gewalt ſich von den Armen ſeines Wärters zu be⸗ freien ſuchte. Der Schweiß rann ihm von der Stirne, eine innere Angſt folterte auch ihn, und er fuhr zuſammen, ſo oft er in das verzerrte Geſicht des verzweifelnden Heinrich ſahe. Ohne daß er ſelbſt wußte, wie es geſchahe, kam über ſeine Lippen ein Gebet, ein altes Gebet ſeiner erſten Kindheit, ein Reim in italieniſcher Sprache, den die Mutter oder der Prie⸗ ſter vielleicht ihn einſt gelehrt hatten
Endlich ſank Heinrich zuſammen: ſeine Kräfte waren dahin; ein tiefer Schlaf kam über ihn, und der Baron konnte ſich ebenfalls einen Augenblick der Ruhe gönnen. Aber er konnte nicht einſchlafen. Vor ihm nollte ſich ſeine ganze Vergangenheit auf, die Erſcheinungen, von denen Heinrichs Gewiſſen gefoltert wurde, weckten ähnliche vor ſeinen Augen. Auch er hatte einſt ein junges Mädchen ſchmachvoll verlaſſen, und ſie war in Kummer und Elend geſtorben, während er


