un, der den ei Thränen
ein le⸗
en, und
hrte, ein ſur weg⸗ de einen dr ſanſt über ihm e, haͤng te Figiu wirſt 4 welchel
lärmende und ſingende Schaaren von Barricaden⸗Männern, die eben von ihren„Poſten“ zurückkehren, vorüberziehen. Es iſt Abend, die Heftigkeit des Kampfes hat nachgelaſſen, nur hier und da fallen noch Schüſſe, aber nur einzelne.
Der Baron ſtarrt ſchweigend in das blutbedeckte und vom Pulverdampf ſchwarze Antlitz des vor ihm Ruhenden.
—„Die Kugel iſt durch den Hals gegangen“— mur- melt er vor ſich hin.„Das iſt der Tod. Ich höre kein Athmen mehr, vorher war es mir noch, als röchelte er leiſe. Jetzt iſt er ganz ſtill.’“——„Ich kenne deine Geſchichte“— fährt er dann nach einer Pauſe fort,„ich kenne ſie, Du haſt eine Frau geliebt, tief, leidenſchaftlich, ganz, ſie belog Dich, während ſie Dir Liebe ſchwor, und ſie verrieth Dich, während Du ſie küßteſt; da liefſt Du in die Welt; und Rache gegen Alles, was dieſer verlogenen, gemeinen Geſellſchaft angehört, war Deine Loſung. Jetzt haſt Du Dich gerächt— ha! ha!“ — und er lächelte leiſe und mit einer erſchreckenden Ruhe— „die Kugel im Halſe, den Tod im Herzen, und mit einem Fluch auf den Lippen gingſt Du von dannen. Aber die An⸗ dern leben ruhig weiter, lügen weiter, ſtehlen weiter, morden weiter und bewahren ihren ehrlichen Namen und ihre blanke Tugend!“— Ehe er in dieſem Selbſtgeſpräch fortfahren konnte, bewegte ſich der todtgeglaubte Körper, die Hände deſſelben fuhren nach dem Geſichte und ſchienen ſich zu be mühen, die Augen zu reiben, deren Lider mit dickem, geron nenem Blute überklebt waren. Der Baron ſchreckte zuſammen und riß ſchnell ſein Taſchentuch in Stücke, um es alsdann in einen Eimer zu tauchen, der in der Nähe ſtand und zur Pferdetränke beſtimmt ſchien. Dann reinigte er damit das Geſicht und den Hals des Verwundeten und band es, nach
dem er es in dem Eimer noch einmal ausgeſpült hatte, um die Schußwunde. Es lag etwas ſo Eifriges, faſt mütterlich


