XIV.
Tödliche Wunden.
SDa ſtand nun der ſonſt ſo ſtolze, kalte Mann, der Baron, und neigte ſich zu einem Körper halb herab, den er in den Armen hielt, und zitterte und konnte die Thränen nicht mehr zurückhalten.
Iſt es eine Leiche, was er da emporhält, oder ein le⸗ bender Menſch; man kann es nicht mehr unterſcheiden, und er ſelbſt iſt darüber, wie es ſcheint, ungewiß.
Eben bringt der Burſche, der ihn hierher führte, ein Bund Stroh, er hat es dort aus dem offenen Hausflur weg⸗ genommen, auf deſſen Dielen man für einige Pferde einen Stall eingerichtet hat. Der Baron ſenkt den Körper ſanft auf dies Stroh und kniet dann neben ihm nieder. Ueber ihm an der Hausmauer, ganz nahe der Ecke des Marktes, hängt eine Laterne, darunter eine in Sandſtein ausgearbeitete Figur, es iſt wohl ein Muttergottesbild. Die Laterne wirft ein flackerndes, unſicheres Licht über die Gruppe, an welcher
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