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Enguerrand von Lamalgue : der letzte Troubadour der Provence / von George Hesekiel
Entstehung
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Roß langſamer gehen, daß ihm die Diener folgen könnten. Ich liebe ſie Beide ſo heiß und innig! ſprach er ſcheu zu ſich ſelbſt.Das iſt ein leeres Wort, Herr Enguerrand, Dein Herz darf Einer nur gehören, frag' Deinen Kopf und frag' Dein Herz!

Ich will nicht fragen, ich will nicht antworten, ich bin ein freier Edelmann in dieſem Lande! ſo rief der Ritter laut und ſeine Diener nickten ſchweigend ſich einan⸗ der zu, ſie waren das gewohnt bei ihrem Herrn.

Und weiter ritten ſie in der lauen Nacht und die Oelweide duftete betäubend am Wege und die Orangen⸗ bäume hauchten berauſchende Düfte und die Blumen alle erſchloſſen ſich liebend dem keuſchen Kuß des Mon⸗ denſtrahls.

Frage den Oelbaum und frage die Orange, frage die Blumen alle, die dem Mond ſo ſüß entgegen duften, frage ſie, ob ſie die Sonne lieben oder den Mond, danach will ich Dir Antwort geben, ob ich Irenen liebe oder Meluſinen? Die innere Stimme antwortete:Sonne und Mond ſind Eins, ſind beide des Himmels, beides Geſtirne! Herr Enguerrand aber rief:Irene und Me⸗ luſine ſind Eins, ſind beide des Himmels, beide Lu⸗ ſignan!

Halt, wende Dich, Landsmann, donnerte eine rauhe Stimme dem Edelmann zu und eine harte Hand faßte in die Zügel des Roſſes,heut reitet hier Niemand, denn es iſt die Nacht vor Sanct Johannistag!

Herr Enguerrand beſann ſich eine Weile, dann ſprach er ernſt:Und dennoch muß ich heut hier reiten, es führt kein anderer Weg nach Monteorbeil!

Kaum hatte er das Wort geſprochen, ſo zog der

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