Jetzt war es dem letzten Vetter, dem Herrn Enguerrand von Lamalgue gegönnt, dem ſchönen Böhmenkinde ſeine Huldigung darzubringen. Er warf ſich auf beide Knieen nieder vor der jungen Dame und faßte den Fuß derſelben mit ſolcher Haſt, daß dieſelbe ſcheu zurückbebte, dann ſprach er emphatiſch:
Der letzte Deiner Sclaven Deinen Fuß heut küßt Und wenn das zu viel Ehre Für Deinen Sclaven wäre, Er gern die Spur nur küßt, Wo Du gegangen biſt. Ich habe keine Ringe Von purem Golde roth, Ich habe keine Bilder, Wie ſie Dir Themis bot; Ich habe nur mein Herze Und meinen blanken Stahl Und beide ſoll’n Dir dienen Immer und überall. Ich kann nicht um Dich werben, Deß bin ich viel zu klein, Ich kenne keine Freude, Als die, Dein Diener ſein.
Ich will, was Du willſt, thuen Nicht ſchau' nach Sternenlicht, Weil ich Armſel'ger reißen Sie kann vom Himmel nicht,
Und alsdann müßt' ich ſterben, Weil Dein Wunſch unerfüllt— Doch ſchau' nur nach den Sternen, In's Grab folgt doch Dein Bild, Im Grab iſt's lieb und ſtille,
Da iſt mein heimathlich Haus,


