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Enguerrand von Lamalgue : der letzte Troubadour der Provence / von George Hesekiel
Entstehung
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Baron und Luſignan, er war damit zufrieden, denn er glaubte, den Montmorency an Höflichkeit zu übertreffen, wenn er ihm freiwillig dieſen Vorrang ließ.

Die ſtolze, ſchöne Fürſtin von Tarent führte ihre holde ſchöne Nichte in den Kreis, heut feiern ja die Luſignans ein Feſt, es iſt der ſchönen Meluſine Namenstag.

Nachdem die fürſtliche Wittwe ihre Baſen und Vet⸗ tern willkommen geheißen, nimmt ſie Platz auf dem Seſſel am Kamin, neben ihr das ſchöne Böhmenkind, die Dame Meluſine, und weiterhin die beiden alten Mädchen, im zehnten Gliede verwandt den Luſignans. Die Herren aber treten ſtattlich ernſt hervor mit tiefer Neigung des Haup⸗ tes zierlich ihre Glückwünſche ſprechend, nach der Provence und ihrer Väter feiner Sitte in leichten Reimen meiſt und ſie begleitend mit einem ſinnigen Geſchenk. War damals Brauch all überall, man gab und ſchenkte, wo man liebte. Manch Ringlein von rothem Golde mit köſtlichem Edel⸗ ſtein hatten die Herren Vettern der ſchönen Meluſine ſchon an die kleine Hand geſteckt und die roſigen Fingerſpitzen dafür an ihre Lippen drücken dürfen, nur zwei waren noch übrig und eben wollte der Kriegsmann, deſſen wir oben gedacht, hervortreten, ſeinen Gruß zu bringen und der ſchönen Meluſine wunderholde Augen blickten ihm ſchon gar lieblich und freundlich entgegen, da ſprach die Fürſtin von Tarent gemeſſen:Ich bitte, edler Vetter von Lamal⸗ gue, Meiſter Jacques von Menilmontant hat hier den Vortritt vor Euch, er iſt Meluſinen von Luſignan im zwölften Glied verwandt, Ihr erſt im fünfzehnten, ich bitt Euch!

Blutroth vor Zorn trat Herr Enguerrand von La⸗ malgue zurück, als eine Schmach achtet' er den Spruch