Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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herzens begreifen und mit ihm Nachſicht haben wirſt. Aus dem Briefe, den du ſo eben geleſen, erſiehſt du, daß ich von dem Daſein meines Sohnes Kunde gehabt, und ſein Leben theils ſelbſt ſtets beobachtete, theils von einem Andern im Auge behalten ließ. Dieſer Andre iſt mein Onkel der Prior von St. Liguori, von dem auch der Brief geſchrieben iſt, den ich ſeit heute Morgen in Hän den habe. Nach dem Tode Evelinens fand es dieſer Mann nicht mehr bedenklich dem Herzen eines ſo eifrigen Dieners der Kirche, für den er mich hält, einigen Troſt zu gewähren. Du kannſt dir denken, von welchen Hoffnungen und Beſorg niſſen ich durchſtürmt war, als ich aus dieſem Briefe erfuhr, daß du und mein Sohn in demſelben Ba⸗ taillon ſich befinden, und zwar in einem ſo ent ſetzlichen Mißverhältniß; der Freund als ohnmäch⸗ tiger Sklave, der Sohn mit allen Mitteln des Verderbens ausgerüſtet. In dieſen Stunden der Qual verfluchte ich die Schwäche, die mich abge halten vor Evelinens Sohn als Vater hinzutreten, ſo oft ich mich, ohne daß er es ahnte, in ſeine Nähe ſchlich, um mich an ſeinem Anblick zu er

freuen. Ich erröthe über dieſe Schwäche, aber