Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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ſie iſt die Schwäche eines Vaterherzens, das vor einem Todesſtreich von Sohneshand zurückbebte. Ich fürchtete, daß dieſer in Ahnenſtolz und Bür⸗ gerhaß auferzogene Jüngling bei der Vernichtung ſeines ſtolzen Wahnes und ſeiner glänzenden Hoff⸗ nungen zu viel Schmerz empfinden würde. Ich kannte ſeinen Stolz zu gut um nicht überzeugt zu ſein, er werde nicht einen Augenblick länger ſcheinen wollen, was er nicht mehr ſelbſtbewußt geweſen wäre; aber ich fürchtete den traurenden Blick, den er auf das Grab ſeiner Träume zurück⸗ werfen könnte. Von dieſer Furcht beherrſcht, zog ich es vor, mein Leben einſam bis zum Grabe fortzuſchleppen.

Nach dieſen Worten erhob ſich der Mönch raſch von ſeinem Sitze, und rief mit Lebhaftig⸗ keit:Nun mein Freund, der du ſo viel für mich gethan, laß mein Herz nicht länger der Auferſte hung warten; führe mich eiligſt in die Arme eines Sohnes, den du mir neugeboren wieder gege⸗ ben haſt.

Ephraim ſchien die Aufforderung des Mönchs überhört zu haben. Er blieb unbeweglich ſitzen und betrachtete den Mönch mit traurenden,