Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Antonius vor dem nackten grob gezimmerten Tiſch, die Augen ſtarr auf ein Blatt Papier geheftet, deſſen Inhalt ihn in große Aufregung zu verſetzen ſchien. Er war ſo tief in die Betrachtung der wenigen Zeilen verſunken, die ſich auf dem Papier befanden, daß er das wiederholte Klopfen an der Thüre überhörte. Der angelegentliche Beſucher draußen ſchien aber die Geduld zu verlieren, denn die Thüre wurde ohne den einladenden Ruf zu er⸗ warten haſtig geöffnet, und raſchen Schrittes trat ein junger, äußerſt elegant gekleideter Mann her⸗ ein, der mit dem Ausdruck lebhafteſter Freude auf den Mönch zueilte, um ihn in die Arme zu ſchließen.

Pater Antonius, ſo gewaltſam in ſeinem tiefen Vachdenken geſtört, fuhr heftig erregt von ſeinem Sitze empor, als er in dem Geſichte des jungen Mannes die theuren Züge ſeines Freundes aus dem kleinen böhmiſchen Städtchen erkannte. Aber der Empfang war nicht der Art, wie ſich ihn der treuherzige Jüngling während der Reiſe von Prag bis Rom in ſeiner Phantaſie ausgemalt hatte. In der Seele des Mönchs ſchien in dieſem Augen blick etwas vorzugehen, was ihn für jedes andre

Gefühl unempfänglich machte. Er drängte den