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eine dritte Perſon, wahrſcheinlich durch den Prior der Liguorianer, Nachrichten über Eveline erhalten haben mußte, da er das Ereigniß mit dem Ringe und die Erlebniſſe Evelinens ſeit ihrer gewaltſamen Enführung aus der ungariſchen Stadt Debrezin in dem Manuſcripte erzählte. Das wiſſe er aber mit Zuverſicht, fürgte er hinzu, daß er ſich ver⸗ jüngt fühlen werde beim Anblick ſeines Sohnes, und daß er inniger als irgend ein Vater Eveli— nens Kind in ſein Herz ſchließen werde. Denn ſo großartig das Gedankenleben und das Hochge— fühl dieſes Mannes ſei, ſo käme doch alle ſeine Kraft in Liebe und Haß vor Allem aus einer Quelle, aus ſeinem nie verbleichenden Angedenken an Evelinen und ihre Schickſale. Und um ihn ſelbſt davon zu überzeugen ſchilderte er ihm vor Allem die Scene im Kloſter, als er den Mönch, nach dem Anblick des verſchleierten Bildes über ſeinem Bette, ſo tief betrübt gefunden, bei welcher Gelegenheit er das ſüßeſte und ſchmerzlichſte Ge— heimniß ſeines Lebens erfahren.
Bis tief in die Nacht ſaßen die beiden jungen Männer, zwiſchen denen vor wenigen Stunden noch eine Kluft ſo weit wie die Welt lag, als


