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innige Freunde neben einander auf dem Sopha. Der gemeine Soldat, der Sohn des jüdiſchen Todtengräbers, war jetzt die höhere Perſon, zu welcher der Graf und Hauptmann achtungsvoll hinaufſah. Evelinens Sohn konnte nicht genug von ſeinem Vater erzählen hören, und dieſe Er⸗ zählung und lebendige Schilderung brachte ihm den fremden Mann immer näher an die Seele, und er ward ihm allmälig ſo theuer und vertraut, als wäre er unter ſeinem Auge, unter ſeiner väter⸗ lichen Leitung aufgewachſen.
Ephraims eigene Lebensgeſchichte, die noth⸗ wendig in dieſe Erzählung mit verflochten war, ſetzte den ehemaligen Grafen in das lebhafteſte Erſtaunen. Die Region in der ſich Ephraim be⸗ wegt hatte, war ihm ſo fremd wie ein unent⸗ decktes Land. In dieſer tiefen Schicht der Ge⸗ ſellſchaft hatte er nur elende Würmer vermuthet, die ihrer Nahrung nachkrochen. Das wäre ihm in ſeinem Leben nicht eingefallen, daß es da un⸗ ten Menſchen mit den feinſten Organen für das Schönſte und Erhabenſte geben könne, die ſich mit Fragen und Forſchungen beſchäftigten, die er nur als zum Metier eines beſondern Standes gehörig


