Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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kennen gelernt, ſcheint er mir ein Mann, von deſſen Stolz und Kraft auch etwas in meine Seele übergegangen, und jedenfalls iſt das Band, von Glück und Schmerz gewebt, das ihn und meine Mutter umſchlungen, ſtark genug um auch mich mit ihm innigſt zu verbinden. Ich ſehne mich danach, ihn von meiner Mutter ſprechen zu hören, ſie in ſeinen Schilderungen nochmals aufleben zu ſehen, und in einem kurzen Traum für den un⸗ widerbringlichen Verluſt einigen Erſatz zu finden.“

Noch nie in ſeinem Leben hatte Ephraim die Freuden eines ſo vollen ungetrübten Glückes em⸗ pfunden, wie es ihm die Worte des Hauptmanns bereiteten. Er ſah durch ſeine Vermittlung dieſen dünkelvollen, durch Stellung und Erziehung ver⸗ derbten und verderbenden Grafen edleren Trieben zurück gegeben; er ſah Evelinens Sohn aus ſeinen eigenen Leidenſchaften und aus der drohenden Le⸗ bensgefahr gerettet. Daſſelbe freudige Ereigniß konnte ihm ein Mittel werden den unglücklichen Wenzel zu erhalten, und deſſen gekränktes Herz zu verſöhnen. Und welcher ſelige Genuß erwar⸗ tete ihn, wenn er dem alten Mönch einen ſolchen Sohn zuführen und auf deſſen Geſicht den Aus⸗