Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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dem kleinen Finger der linken Hand trug, und der wirklich unter der Steinplatte das Bild des Mönchs enthielt, nur jünger und heiterer als die männliche Figur auf dem Madonnenbilde. Er hatte vorhin, ohne daß es Ephraim bemerkte, als er in der Fenſterniſche ſeiner Beobachtung entzo⸗ gen ſaß, die verborgene Feder an dem Ring ge⸗ ſucht, und nach einiger Mühe die verdeckende Steinplatte von dem kleinen Bildchen gehoben. „Vielleicht,“ fuhr der Hauptmann fort,„wollte meine Mutter das Bild meines Vaters in meine Seele eingraben, vielleicht hoffte ſie dadurch ihrem trauernd überlebenden Freunde ein theures Ver⸗ mächtniß zuzuführen. Ich hatte jedoch bisher keine Ahnung von dem Geheimniß, das dieſer Ring verbarg, er ſchien mir blos ein beſonders ans Herz gelegtes Liebeszeichen meiner Mutter. Ihre Amme mochte ſelbſt nicht mehr wiſſen, denn meine Mutter hatte wahrſcheinlich aus Rückſicht für ihren Gemahl das Geheimniß ihrer Liebe tief in der Bruſt verſchloſſen. Sie wagte es vielleicht nicht mein junges Gemüth mit dem Bild eines fremden Mannes zu beunruhigen, das ſich zwiſchen mir und dem Manne den ich für meinen Vater halten