Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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„Sie haben das Haar und die Augen Ihrer Mutter,“ erwiederte Ephraim mit der Ruhe und dem Ernſt eines Orakels.

Der Hauptmann wandte ſich todtenbleich zu dem fremden Mann, der mit ſeinen Worten ſo ſchneidend in ſein Herz drang. Sein zornig er⸗ glühender Blick ſuchte das Geſicht Ephraims zu durchdringen, das die unbeugſame Feſtigkeit aus⸗ drückte ſein begonnenes Werk durchzuführen. Dieſe Feſtigkeit dämpfte den Zorn des Hauptmanns und machte ihn ſchwankend.„Herr,“ ſagte er mit be⸗ bender Stimme,„Sie wiſſen entweder nicht, was Sie ſprechen, oder Sie tragen etwas Außerordent⸗ liches auf dem Herzen. Sprechen Sie deutlich! Intereſſiren Sie ſich für all dies als Kunſtfreund, oder iſt dieſe Madonnengruppe mehr als eine zu— fällige Malerphantaſie?“

„Die Madonna,“ ſagte Ephraim mit wehmü⸗ thigem Ernſt,„hat ſo gelebt und gelitten, wie Sie ſie hier ſehen, und die Figur im Hintergrunde wandelt noch heute durch die Welt, gramvoll und einſam. Wenn Sie mehr zu erfahren begierig ſind, ſo kann Ihnen dieſes Manuſcript, das von

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