Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Beziehungen und Lebensereigniſſe der Liebenden dem Auge der Welt verborgen geblieben. Ueber⸗ dies war Ephraim überzeugt, daß für den Mönch nichts ſchmerzlicher ſein konnte, als die Liebe ſeiner angebeteten Eveline zum Gegenſtand einer profa⸗ nen Erörterung zu machen, und ihr heilig gehal⸗ tenes Andenken dem ſchmutzigen Gerede der Welt zu überliefern.

Verzweiflungsvoll ſah Ephraim den ſchreckli⸗ chen Moment heranziehen, der für Wenzels ge⸗ wecktes Selbſtgefühl ein moraliſcher Mord werden mußte. Aber nicht einen Augenblick dachte Eph⸗ raim daran, ſich ſelbſt der gräßlichen Scene zu entziehen; er wollte wenigſtens die Leiden des Herzens mit dem gekreuzigten Freunde theilen, und die Schale des unerbittlichſten Haſſes in ſeine noch nicht genug durchglühte Seele bis auf die Hefe ausſchütten.

Ephraims aufopfernde Theilnahme wurde durch das Dankgefühl des unglücklichen Freundes be⸗ lohnt. Als Wenzel vor die ſchreckliche Bank ge⸗ führt wurde, ſuchte ſein ſtarres Auge ſogleich die befreundete Geſtalt in der aufmarſchirten Fronte. Ein Zug der Zufriedenheit fuhr über ſein furcht⸗

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