160
indem er ihm Gelegenheit bot, ſich dem Anblick der Execution zu entziehen.
Ephraim verließ mit zerriſſenem Herzen die Wohnung des Majors, und konnte ſich eines Fluches nicht erwehren gegen dieſe Menſchen, die in einem ſo abſcheulichen Dienſt einen Broderwerb ſuchten. Es blieb jetzt nichts übrig als dieſen Hauptmann zu gewinnen. Ephraim dachte an die Macht, die ihm ſein entdecktes Geheimniß über den jungen Grafen bot. Aber er glaubte nicht das Recht zu haben, das zarte Geheimniß des Mönchs, das ihm anvertraut worden, für einen Menſchen zu opfern, der dem Mönch nicht näher ſtand als die andern Millionen Leidenden in der Welt. Und welche Leiden konnten dem Mönch ſelbſt durch Indiscretion bereitet werden, denn dieſer hartherzige Cavalier ſchien ihm jetzt wohl fähig, ihn und den Mönch wegen Verletzung ſeines guten Namens gerichtlich zu verfolgen. Welche Beweiſe, dachte er, könnte der Mönch dem zurück⸗ weiſenden Sohne entgegen ſetzen? Außer der That⸗ ſache, daß er als junger Menſch das Fräulein auf der Villa portraitirt hatte, waren alle andern


