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Leichenkleidern um einen wirklich Verſtorbenen ſich bemühten.
Ephraim hatte noch nie das Judenthum ſo entſetzlich gefunden als in dieſem Momente, wo es ſich zwiſchen ihn und ſeinen Schmerz ſtellte mit ſeinem religiöſen Spektakel und ſeinem würdeloſen Jammer, der in die Wunden des Leidenden bren⸗
nendes Salz ſtreut. Der Jude lebt und ſtirbt in
ſei
wunheimlichen geſpenſtiſchen Atmoſphäre; auf atz Gang durchs Leben läuft ihm überall die düſtre eligion nach mit tauſend ungeſtümen For⸗ derungenf. und läßt ihn nie ſich als freier Menſch fühlen. Von dem Augenblick, wo ihm der Tod naht, verfällt er vollends, wie der Verurtheilte dem Vachrichter, der heiligen Brüderſchaſt, die ſei⸗ nen letzten Seufzer mit ihrem Geheul übertönt, und ſich zwiſchen ſeinem brechenden Blick und den Thränen der Angehörigen drängt, bis ihn die kalte Erde aufgenommen. Dieſer Gedanke erhöhte die bitteren Gefühle des tief gebeugten Ephrgims, und er grollte ſeinem Schickſal, das ihn in diefe sichte der Geſellſchaft geworfen, ohne ihm eine Seele zu geben, die in dieſer Atmoſphäre zu athmen ver⸗ mochte.


