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benſten Feiertages vor dem Chriſtengotte zu beten. Das ſprachloſe Erſtaunen der beiden Gemeindeäl⸗ teſten ging bald in einen Ausbruch des Abſcheues und der Erbitterung über; wie mit einem Munde ſtießen ſie beide gegen den Abtrünnigen eine Fluth von Flüchen aus, in deren Kraft und Mannig⸗ faltigkeit vielleicht keine andere Nation die leiden⸗ ſchaftliche orientaliſche Phantaſie überbieten kann.
Dieſes Geſchrei riß Ephraim aus Träumen empor, in denen er die Synagoge und den Ver⸗ ſöhnungstag ganz vergeſſen hatte. Es dauerte einige Augenblicke, bis er wußte, ob dieſe Geſtalten in Leichenkleidern Menſchen oder Geſpenſter wären. Doch als er ſeinen Vater erkannte, ward ihm der Zuſammenhang bald deutlich. Der alte Mardo⸗ chai hatte gegen ſein geliebtes Kind kein hartes Wort ausgeſprochen, ſein grauſames Weh griff nach innen und brach ſein Herz; Leichenfarbe über⸗ zog ſein Geſicht, und ſeine Glieder zitterten wie vom Todesſchauer. Der wilde Fluch ſeiner Be⸗ gleiter drang in ſein Ohr, in welchem ſchon das gegen den Kopf ſtürzende Blut brauſte, wie die Poſaune des jüngſten Gerichtes, und als er Eph⸗ raim verlegen und keines Wortes fähig vor ſeinen


