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allgemeinen feierlichen Stimmung und in Verbin⸗ dung mit den vorausgegangenen Gerüchten zu einem erſchütternden Ereigniß. Die Nachricht verbreitete ſich raſch von einem Betſtuhl zum andern, und die Aufregung über die freche Herausforderung Gottes an dieſem Tage des Gerichtes wuchs ſo ſehr an, daß der alte Rabbiner ſich zu Schritten veranlaßt fühlte um die Sünde von der Gemeinde abzuwälzen. Er befahl dem alten Todtengräber und zweien Aelteſten der Gemeinde ſich zu dem Abtrünnigen zu begeben, und ihn feierlich aufzu⸗ fordern in den Schooß der Kirche reuig zurückzu⸗ treten.
Dem Todtengräbee ſchien der alte Rabbiner mit ſeinem langen weißen Barte nicht viel gerin⸗ ger als Gott ſelber, und ſein Ausſpruch war für ihn eine Stimme vom Himmel. Er wurde faſt ohnmächtig über die unauslöſchliche Schmach, die ſeinem Sohn wiederfahren ſollte, den er ſelbſt für einen Heiligen gehalten, und deſſen Ruhm ſein ganzes Glück geweſen. Nur die Ueberzeugung hielt ihn aufrecht, daß hier ein Irrthum obwalte, und daß ſein Sohn nur durch ein vorübergehendes Uebel⸗ befinden in ſeiner Stube zurückgehalten ſein könne.


