Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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blickte. Indeß hatte dieſes Zurücktreten ſeinem religiöſen Rufe noch keinen Abbruch gethan; man hielt ihn bloß den Gelehrten der Gemeinde be⸗ reits zu überlegen, und glaubte nicht anders, als daß er mit einer ſelbſtſtändigen gelehrten Arbeit beſchäftigt ſei, mit der er plötzlich zum Erſtaunen ſeines Volkes und zum Ruhme der Gemeinde her⸗ vortreten werde. Größeres Bedenken erregten ſeine Beſuche im Kloſter, die trotz aller Vorſicht im Laufe zweier Jahre doch zuweilen bemerkt wurden. Der alte ſtrenggläubige Seelenhirt der Gemeinde ſah ſich ſogar veranlaßt den verdächtigen Jüng⸗ ling rufen zu laſſen, um ihn darüber zur Rede zu ſtellen. Statt aller Antwort ſchritt Ephraim mit dem heiligen Ernſt und dem ſtrengen Weſen, das ihn in ſeiner Gemeinde iſolirte und ſelbſt ſeinen Vater in ehrfürchtiger Scheu fern hielt, zu dem Bücherſchrank des alten Rabbinen, ergriff einen der Foliobände, und zeigte mit der Hoheit eines Kirchenfürſten auf eine Stelle des Buches, welche von dem Verkehr der alten unfehlbaren Weiſen der jüdiſchen Vorzeit mit den Philoſophen Roms und Griechenlands handelte. Der alte Rabbine beugte ſich vor dieſer Autorität und vielleicht eben