Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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mit ihren perſönlichen Gefühlen und Kämpfen in den Vordergrund der Welt ſtellte, umſtrickte ihn mit all dem gefährlichen ſinnverwirrenden Zauber des Romans, wobei ſo leicht der Leſer ſich mit dem Helden verwechſelt. Ueberdies lag kein ge⸗ drucktes Buch vor ſeinem Auge, aus deſſen Täu⸗ ſchungen man über ſich ſelbſt lächelnd zu erwachen pflegt. Der Schreiber dieſer Schrift war ihm bekannt, von den Perſonen die ſich in dieſer Er⸗ zählung bewegten, reichten einige in ſein eigenes Leben, und den Helden derſelben, der damals ein blühender Jüngling war wie er ſelbſt, hatte er wiedergefunden älter an Jahren, aber nicht minder wild bewegt und leidenſchaftlich und in noch ro⸗ mantiſchere Verhältniſſe verwickelt.

Die Leinwandrolle, die ihm der Mönch ge— ſchenkt, hatte Ephraim in den erſten Stunden nicht geöffnet. Er wollte eine ruhigere und ſichere Stimmung abwarten, ehe er es wagte ſich einem Anblick auszuſetzen, der ihn draußen in der Zelle des Mönchs ſo tief ergriffen. Nachdem er jedoch das Manuſkript geleſen, und ſich lange unbeſtimm⸗ ten Gefühlen und verworrenen Träumen hingege⸗ ben, konnte er doch nicht der Verſuchung wider⸗