Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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ruhige Seele in einen peinlichen Taumel verſetzten. Sein Stübchen wurde ihm zum erſtenmal in ſeinem Leben enge und unbehaglich, und als er ans Fen⸗ ſter trat und ſein Auge über die Gegend ſchweifte, befiel ihn eine qualvolle Sehnſucht nach der Welt hinter den Bergen, die den Horizont begrenzten. Und was war es was ihn quälte und drückte? Er fragte ſich vergebens, er konnte dieſes Gefühl nicht ergründen. Es war aber nichts anderes, als daß die romantiſchen Erlebniſſe im Kloſter in dem tiefſinnigen Philoſophen und Gottesge⸗ lehrten den achtzehnjährigen Jüngling geweckt hatten mit ſeiner fieberhaften Sehnſucht nach Liebe und Leben.

Das im Kloſter St. Liguori geſchriebene Ma⸗ nuſkript des Mönchs, welches ihm dieſer überlaſſen, ſteigerte noch ſeine romantiſche Stimmung. Eph⸗ raim hatte die gewaltigen und tiefen Aufregungen der Weltgeſchichte erfahren, aber die Geſchichte mit ihren großen Verhältniſſen ſchien dem in ſeinem engen Stübchen wie außer der Welt ſte⸗ henden Sohn des Todtengräbers ſo weit abliegend wie der geſtirnte Himmel über ſeinem Haupte. Doch dieſes Manuſkript, welches einige Figuren