Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Ephraim bemerkte die zitternde Haſt, mit der ihn der Mönch zur Aeußerung ſeiner Meinung drängte, und raffte ſich auf aus dem Schrecken in den ihn die Enthüllung verſetzt hatte.„Mein Freund,“ ſagte er indem er ſein mildes blaues Auge zu dem Mönch emporrichtete,„du mißverſtehſt den Grund meines Schweigens. Was meine Seele erfüllte, war der Schauer der Bewunderung bei der Offenbarung einer dämoniſchen Natur. Ich kann mirs denken, wie bequem der Denker bei der Studirlampe den Mann verurtheilt, der mit Staub und Blut bedeckt ſich durch die Welt ſchlägt. Die Lehre lebt in den Wolken die That auf der Erde. Und wenn ich bedenke, daß die ſchöne Lehre des Chriſtenthums und die Ideen eines So⸗ krates ſeit zweitauſend Jahren ſo langſame Fort⸗ ſchritte gemacht, daß ſie Huß nicht vom Feuertode gerettet, Galiläi nicht die Folter erſpart, und noch heute nicht die tauſend Opfer des Wahns und der Selbſtſucht retten können, ſo ſcheint mir dein Leben ein erhabenes Märtyrthum. So wirkſam und wohlthätig dein Walten für den Triumpf der Vernunft und der Freiheit iſt, es wird nie auf den Dank der Welt Anſpruch machen können;

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