Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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welche die Ehre Gottes auf ihre Fahne ſchreiben. Acht Tage nachdem ſie, der Sehnſucht nach ihrem Freunde erliegend, ins Grab geſenkt wurde, hat man mich aus meinem Kerker gezogen, in welchem mich mein eigener Oheim ein Jahr lang ſchmach⸗ ten ließ, da er wohl wußte, daß nur der Kerker oder das Grab zwei Weſen trennen konnte, die für einander geſchaffen waren. Ich ſelbſt, dieſer finſtre Mönch den du vor dir ſiehſt, und der dich oft erſchreckte durch die Stürme die aus ſeiner Seele zu brechen pflegen, war vor zwanzig Jah⸗ ren ein blühender, harmloſer Jüngling, der in dem Roſengefilde der Kunſt wie ein glücklicher Sommervogel flatterte. Du ſiehſt wie ich zu einer grämlichen Eule geworden bin. Ich bin nicht hig dir die Geſchichte meines Glückes und meines Elends mündlich zu erzählen, aber du wirſt ſie in dieſem Papierhefte finden, das ich während des Jahres meiner Kerkerhaft geſchrieben habe. Dieſe Geſchichte wird dir Einſicht gewähren in die dunklen Falten des Lebens, von denen die Weltgeſchichte, die nur von den Maſſen und den Großen ſpricht, nichts erwähnt.

Der Mönch übergab bei dieſen Worten ſeinem