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hatte etwas Außerordentliches erwartet, und dieſe Erwartung wurde noch übertroffen. In ſprach⸗ loſem Entzücken verlor er ſich in dem Anblick des Bildes; es war die erſte weibliche Geſtalt die je⸗ mals ſein Auge gefeſſelt hatte, und dieſes Weib beſaß eine ſo bezaubernde Schönheit, eine ſo rüh⸗ rende Anmuth, einen ſo ergreifenden Ausdruck von himmliſcher Reinheit und kindlicher Heiterkeit, daß es ſelbſt einem lebensmüden Wüſtling einen Aus⸗ ruf des Erſtaunens entlockt hätte.
Welchen Eindruck dieſes himmliſche Bild auf die friſche, empfängliche Seele des reinen Jüng⸗ lings machte, kann ſich derjenige kaum vorſtellen, deſſen Auge ſich von Kindheit auf an den Anblick jener wunderbaren Weſen gewöhnt hat, die ein Gott in ſeiner glücklichſten Stimmung geſchaffen. Ephraim war ungefähr in dem Zuſtand, in dem uns Dichter und Maler den mythiſchen Adam ſchil— dern, als ſein Auge zum erſten Mal dem ſüßeſten Bilde der Schöpfung begegnete. Und wirklich hatte
Ephraim da unten in ſeiner tiefen Wohnung, wenn
auch nicht ſo paradieſiſch, doch eben ſo einſiedle⸗ riſch wie der alte Adam gelebt. Das Auge ſeiner Mutter war erloſchen, bevor ihr Bild in der Kindes⸗


