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wenn er den Sturm ſeines Herzens in ein Ge⸗ müth übertrage, das noch ſo ruhig und windſtill war wie die Höhen des Olymps. Doch Ephraim zerſtreute ſein Bedenken, indem er, gedrängt von dem lebhafteſten Wunſche ſeinem Freunde zu hel⸗ fen, ausrief:„Mein theurer Freund, verbirg mir nicht länger den Schmerz der an deiner Seele nagt, und deſſen Heftigkeit ich längſt errathen. Einge⸗ ſchloſſen in dieſem Kloſter, bedarfſt du vielleicht einer helfenden Hand, die draußen in der Welt für dich wirkt. Welches auch der Dienſt ſei, deſ— ſen du bedarſſt, ich werde ihn erfüllen, keine Mühe, keine Gefahr wird mich abſchrecken.“
Der Mönch drückte dankbar die Hand des glü⸗ henden Jünglings. Dann führte er ihn zu dem Bilde das über ſeinem Bette hing, zog den Schleier weg, und ſagte mit tiefer Trauer:„Ich habe heute Morgen den Schatten einer geliebten Freundin mei⸗ ner Jugend geſehen, und die Wunden meines Her⸗ zens haben wieder zu bluten begonnen.“
Mit fieberhafter Spannung hatte ſich Ephraim dem geheimnißvollen Bilde genähert, deſſen Hülle er bisher vergebens zu durchdringen verſucht, und die jetzt in ſo feierlicher Weiſe fallen ſollte. Er


