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Fenſter aus über den Abhang der Thalwand zu ſchlüpfen, die bis zum Kloſter hinlief, und der Möoͤnch der im Kloſter viel Freiheit genoß, erwar⸗ tete ihn an der Gartenpforte, oder kam auf ein gegebenes Zeichen aus ſeiner Zelle um ihn einzu⸗ laſſen. Eines Tages begab ſich jedoch Ephraim in früher Morgenſtunde ins Kloſter, da er an die⸗ ſem Abend und an dem folgenden Tage wegen des ſtrengſten jüdiſchen Feſtes abgehalten war. Er fand den Mönch in tiefe Schwermuth verſunken, ſeine Züge waren matt und ſeine Augen feucht; es ſchien, er habe geweint.
Ephraim ward über den heftigen Kummer des ſonſt ſo feſten, imponirenden Mannes ſo tief be⸗ troffen, daß er zum erſten Mal, ſeit er ihn kannte, ſeine Hand ergriff, und ihn mit dem Ausdruck kindlicher Liebe theilnehmend anblickte. Der Mönch fühlte ſich von dieſer unwillkührlich überſtrömenden Zärtlichkeit ſeines jungen Freundes wohlthuend be⸗ rührt; ſein Gemüth war dieſen Morgen ſo weich geworden, daß nur die Berührung mit einem lie⸗ benden Herzen ihn aufrichten konnte. Dankbar erwiederte der Mönch Ephraims Händedruck, und wie ſich die beiden trefflichen Männer wie Vater


