Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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des Mönchs deutete noch ein anderer Umſtand auf ein Geheimniß in dem Leben des Mönchs. Ueber dem Bett des Mönchs hing ein Gemälde das ſtets mit einem ſchwarzen Schleier dicht verhüllt war, und ſo oft Ephraim ſein Auge neugierig auf das Bild richtete, wandte ſich der Mönch verdüſtert von ſeinem jungen Freunde ab, als wollte er ihm jede Frage über das geheimnißvolle Bild abſchnei⸗ den. Erſt nach zwei Jahren des innigſten Um⸗ ganges verſchaffte ihm der Zufall volles Licht über das frühere Leben des Mönchs.

Ephraim pflegte gewöhnlich nur in ſpäter Abend⸗ ſtunde ins Kloſter zu kommen, wenn die Schulen bereits lange geſchloſſen waren, und in den Kreuz⸗ gängen ſchon tiefes Dämmerlicht herrſchte. Theils wollte er der muthwilligen Schuljugend nicht be⸗ gegnen, und ſich der Begegnung mit den andern Geiſtlichen des Kloſters entziehen; theils mochte er ſeinen eigenen Gemeindemitgliedern nicht Stoff zur Verwunderung und zum Gerede über ſeinen Ver⸗ kehr mit dem Kloſter geben. Wenn ſein Unter⸗ richt im Zeichnen nicht gerade das Tageslicht er⸗ forderte, kam er ſogar nur mit dem Beginn der Nacht ins Kloſter. Er pflegte dann von ſeinem

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