Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Als der Mönch den heftigen Eindruck bemerkte, den ſeine Worte auf den Jüngling ausgeübt, er⸗ innerte er ſich, daß er den weiten Abſtand zwi⸗ ſchen ſeiner Weltanſchauung und den Anſichten der Außenwelt unvorſichtig verrathen habe. Die naive Begeiſterung des Jüngligs und die ſchöne ſittliche Entrüſtung dieſer jungen Seele hatten auch ihn um ſo raſcher erwärmt und verjüngt, als er ſo lange Zeit nur auf den Anblick und die Geſell⸗ ſchaft kalter heuchleriſcher Mönche gewieſen war. Die offene Natürlichkeit des Jünglings hatte ihm die Aeußerung ſeines innerſten Gedankenlebens ent⸗ lockt. Aber der Schrecken des Jünglings über ſein kühnes Wort goß einen erkältenden, ernüchternden Hauch in ſeine aufwallende Seele. Er warf ſo⸗ gar einen Blick des Mißtrauens auf den fremden Eindringling, denn der Theil des Kloſters in dem er wohnte, war der Schuljugend unzugänglich, und er argwöhnte, daß man ihm einen Lauſcher zuge⸗ ſchickt. Aber ſein ſcharfer menſchenkundiger Blick konnte in den offenen ſeelenvollen Zügen des Jüng⸗ lings nicht das Geringſte entdecken, was ſein er⸗ wachtes Mißtrauen hätte nähren können. Den⸗ noch ſchien es ihm wahrſcheinlich, daß der fremde