Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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den fremden Jüngling bemerkte. Dieſem Manne ſchrieb Ephraim die vermeſſenen Worte zu, die ihn zugleich erſchreckt und teif empört hatten. Dieſer Mann hatte jedoch nichts weniger als das Ausſehen eines Menſchen, den man einer leicht⸗ fertigen oder frevelhaften Redeweiſe fähig halten konnte. Der Mann hatte eine mäßig große Ge⸗ ſtalt, die aber durch das lange geiſtliche Gewand gehoben wurde. Der vorherrſchende Ausdruck ſei nes Geſichtes war Ruhe und Feſtigkeit; doch konnte der ſchärfere Beobachter bemerken, daß dieſe Eigen⸗ ſchaften, vielleicht in der harten Schule des Lebens, erſt mühſam erworben waren. Ein leiſer Zug von Schwermuth um ſeine Lippen und ein erhabener Glanz in ſeinem Auge deuteten darauf hin, daß die Fähigkeit für Schmerz und Leidenſchaft dieſer

beruhigten und beherrſchten Seele nicht fremd wa⸗

ren. Das Alter des Geiſtlichen ſchien nicht über vierzig Jahre, doch blinkten ſchon Silberfäden nn ter ſeinem dunklen Haare. Ephraim fühlte ſich zu dieſem Manne hingezogen, und er wäre glücklich geweſen in ihm einen Lehrer zu finden, wenn nicht die ſchrecklichen Worte aus ſeinem Munde gekom⸗ men wären.

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