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Was Ephraim an dem geübten Blick des Kunſt⸗ verſtändigen abging, das erſetzte die große Wahr⸗ heit des Meiſterwerkes und ſeine eigene jugendliche Phantaſie, welche durch die tiefe Stille rings um ihn her und das Geheimnißvolle ſeiner Lage mäch⸗ tig angeregt war. Allmälig gewann die Land⸗ ſchaft Leben und Wirklichkeit unter ſeinem darin verlorenen Auge. Die Proportionen ſämmtlicher Gegenſtände waren ſo genau eingehalten, Licht und Schatten ſo naturgetreu wiedergegeben, die Perſpektive ſo trefflich berechnet, und jener nicht zu bezeichnende Hauch des Lebens Allem einge⸗ flößt, daß die im verjüngten Maßſtab aufgenom⸗ mene Landſchaft ſich ſelbſt unter den unkundigen Augen Ephraims allmälig bis zu den Dimenſio⸗ nen des Originals erweiterte. An Kloſter, Zelle und Malerei vergeſſend, trat Ephraim unbewußt näher, als bewege er ſich auf dem Boden der Land⸗ ſchaft. Der wunderbare Blick des lieblichen Thie⸗ res erweckte in ſeinem Herzen ein nie gekanntes Gefühl liebevoller Theilnahme und mitleidiger Rüh⸗ rung, und wie er wieder ſein Auge auf den mit kalter Grauſamkeit ſein Ziel verfolgenden Jäger richtete, wurde er von der drohenden Gefahr für
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