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mit frommen Aerger ein Buch auf dem Fußboden. Er beeilte ſich es aufzuheben, und er würde gewiß den nächſten Tag zur Sühne gefaſtet haben, wenn das Buch religiöſen Inhaltes geweſen wäre. Er öffnete das Buch, und betrachtete mit einer Mi⸗ ſchung von Neugierde und frommer Scheu die deutſchen Charaktere, die ihm daraus entgegen⸗ traten. Ephraim hatte als Knabe auf der Schule die deutſche Schrift kennen gelernt; bei ſeiner raſchen Faſſungskraft überwand er leicht die Schwie⸗ rigkeiten dieſer erſten Wiſſenſchaft, mit der andere Kinder ſo lange gequält werden. Das Leſebuch der Kinderſchule bot ihm nichts Neues; es ent⸗ hielt theils die jedem Kinde bekannten Sätze wie: der Himmel iſt blau, die Blume riecht, der Hund bellt, der Vogel fliegt— theils Ueberſetzun⸗ gen aus der heiligen Schrift und den Sprüchen der Väter. Seit dieſem Leſebuch war kein deut⸗ ſches Buch in ſein abgeſchiedenes, der religiöſen Forſchung ausſchließend geweihtes Leben herein⸗ gedrungen. Die Perſonen mit denen er verkehrte ſprachen nie von einem Buche oder einer Wiſſen⸗ ſchaft außerhalb der jüdiſchen Theologie. Dem ſteinalten Rabbiner der Gemeinde war ſelbſt die
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