Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Todestag Moſis. Seit dieſem Tage wagte der alte Mardochai nicht mehr die, wie er feſt glaubte, von Geiſtern bewohnte Stube wieder zu betreten.

Eines Tages brachte der alte Mardochai einen Gegenſtand mit nach Hauſe, den er draußen in der Stadt, als er auf ſeinem Karren eine Laſt führte, auf der Straße gefunden hatte. Er warf den Gegenſtand ſeiner Wirthſchafterin mit einer Art von Abſcheu hin, indem er denſelben mit einem derben Ausdruck als einen chriſtlichen be⸗ zeichnete. Dieſer Gegenſtand war ein Buch in Octavform, welches die Wirthſchafterin als Ma⸗ kulatur benutzen ſollte, da die Juden alte zerriſſene Druckſchriften mit hebräiſcher Schrift nie zu pro⸗ fanen Zwecken verwenden durften, ſondern in einem beſtimmten Verſchlag bei der Synagoge hinterle⸗ gen mußten, von wo dieſelben wenn ſich eine Maſſe angehäuft hatte, nach dem Gottesacker ge⸗ bracht und wie Leichnahme begraben wurden. Der arme Alte hatte keine Ahnung, welchen un⸗ heilvollen Geiſt er in ſeine beſcheidene Wohnung gebracht, einen Geiſt der ſein ſtilles Glück zerſtö⸗ ren und ſelbſt ſein Leben gefährden ſollte.

Als Ephraim in die Stube trat, bemerkte er