Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

—

194

daß der arme Mardochai nicht ohne leiſen Schauer betrachtet wurde. Doch Mardochai ließ ſich das wenig anfechten; Gewohnheit machte ihn gleich— gültig, und ſein mühſames Leben erlaubte keine empfindſamen Betrachtungen. Die Todtengräberei ſelbſt machte keinen beklemmenden Eindruck auf ſein Gemüth; ſeine ſtarken Nerven waren der Furcht unzugänglich, und hinter den eiſernen Knochen ſei⸗ ner Stirne hatten die Organe der Phantaſie kei⸗ nen Raum zur Entwicklung. Er bewegte ſich auf dem Acker Gottes mit einer Sicherheit wie auf einem Kartoffelfelde, und wenn es im Gebüſch raſchelte, beſaß er Feſtigkeit genug um ſich zu über⸗ zeugen, daß der Spuk die freundliche Geſtalt einer harmloſen Maus oder eines gefiederten Luftbewoh⸗ ners hatte.

Nur einmal in ſeinem Leben verrichtete der un⸗ erſchütterliche Todtengräber ſein düſteres Amt mit ſchwerem Herzen und feuchtem Auge. Das war damals, als er an einem kalten Wintertage die ſtarre Erde aufriß, um für ſeine junge Frau nach vierjähriger glücklicher Ehe ein hartes Lager zu bereiten. Dieſe junge Frau war eine jener fremd⸗ artigen Schönheiten des Hauſes Israel, welche

Roman ten hal zweime einen ſie nie geweſe Liebe, einer bigen einige ſchwun Hetz. Stam wäre nigin dem tern über chens, pfindl ethalt tengra zu d

finſtr