Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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nach dem Alter noch nach dem Aeußern des Ma⸗ lers erkundigt. Dieſe Eigenſchaften waren in ihren Augen ſo wenig einer Berückſichtigung werth, wie bei einem Taglöhner, der in dem Garten, in wel⸗ chem das Fräulein zu jeder Stunde des Tages und der Nacht, ohne gegen den Anſtand zu ver⸗ ſtoßen, allein herumwandeln konnte, die Beete um⸗ grub und Sand auffuhr. Die Gräfin ſchien je— doch jenen hochmüthigen ariſtokratiſchen Ausſpruch Labruyere's nicht zu können:„Nur für eine Nonne iſt ein Gärtner ein Mann“; denn in Bezug auf ihre aus dem Kloſter gezogene Tochter hätte die— ſer nicht immer richtige Ausdruck eher eine War⸗ nung enthalten als eine Rechtfertigung ihrer ſtol⸗ zen Sorgloſigkeit.

Nachdem die Sitzung, die von keiner Seite durch ein lautes Wort unterbrochen worden, eine halbe Stunde gedauert hatte, erhob ſich die junge Dame mit dem Wunſche die Sitzung für dieſen Tag zu beendigen. Ihre Wange war lebhafter geröthet als beim Beginn der Sitzung, ihr Auge glänzender und von den feinen Lidern mehr ver⸗ ſchleiert. Ohne die Zuſtimmung des Malers ab⸗ zuwarten, ſchritt ſie hinter der Staffelei weg raſch