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in die Region der Kunſt zu flüchten, wo Bewun⸗ derung ohne Verlangen möglich iſt, und die Seele Genüſſe findet, die mit den Wallungen des Blutes und den Wirbeln des Herzens nichts gemein haben.
Eine alte Kammerfrau kam ab und zu, ſetzte ſich, gähnte unverholen und ſchlich wieder von dannen. Eigentlich wäre es ihre Pflicht geweſen die junge Dame zu begleiten und zwiſchen ihr und dem Maler die Mittelsperſon zu machen. Allein der Dienſt im Hauſe wurde eben ſo nachläſſig betrieben als der Garten verwahrloſt war, und da das Fräulein wie ein neugieriges Kind in den Salon hinabgeeilt war, ſo ließ ſich die Kammer— frau Zeit ihm dahin zu folgen. Die Gräfin ſelbſt ſchien in ihrer tiefen Frömmigkeit alles Weltliche aufgegeben zu haben; ihr Sinn war lediglich mit dem beſchäftigt, was ſie das Höhere nannte. Ihre Tochter war ihr bei der langen Trennung ziemlich fremd geworden, und der Anblick dieſer hohen Un⸗ ſchuld hatte für ihr wüſtes Herz etwas zu pein⸗ liches, als daß ſie ſich viel mit ihr beſchäftigen mochte. Sie hatte ſie aus dem Kloſter kommen laſſen um ſie zu verheirathen, und glaubte ihre weitere Erziehung und Einführung in die Welt


