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liſchen Reize der Jugend auf der Leinwand feſt⸗ zuhalten, nicht ſelbſt jung ſein dürfen?“
„Gewiß,“ erwiederte ſie lachend,„ſprach ich da eine Thorheit. Ich weiß ſo wenig von der Welt, und denke mir die Dinge nach meiner ge⸗ ringen Erfahrung. Wir haben da oben ein Por⸗ trait von Albrecht Dürer, und weil der alt aus⸗ ſieht, dachte ich mir einen Maler nicht anders als mit einem ſo ernſten bejahrten Geſichte. Nun ich bin recht angenehm vom Gegentheil überraſcht; einem alten fremden Mann viele Stunden gegen⸗ über ſitzen ſchien mir recht unbehaglich.“
Im Mund einer andern Dame hätten dieſe Worte ſehr herausfordernd geklungen, aber das kindliche Lächeln und der reine Blick, mit dem ſie hier begleitet wurden, erlaubten keine andere Aus⸗ legung als das natürliche Wohlgefallen, welches die Jugend an der Jugend findet.
Aber für ſich ſelbſt fürchtete der Maler Ge⸗ fahr in der Fortſetzung eines lebenswarmen Ge⸗ ſprächs mit einem ſo reizenden Mädchen. Er ſetzte ſich daher ſchnell vor die Staffelei, nachdem er dem Fräulein ſchweigend einen Seſſel in ziemlicher Entfernung hingeſtellt. Er beeilte ſich ſeine Gefühle
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