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Bildes verlieren mögen. Ihre Frage berührte das Ohr des ſchwärmenden Jünglings faſt ſtörend, obgleich die Stimme ſüß und melodiſch war. Die Stimme hat immer etwas menſchlich Erregendes, indem ſie noch einen zweiten gröbern Sinn weckt, das Wort nöthigt zum Denken und ſtört die Ruhe beſeligender Anſchauung. Darum hat die Schrift an den Beginn der Erkenntniß den Verluſt des Paradieſes geknüpft, und eine grübelnde Zeit iſt das Grab der künſtleriſchen Inſpiration.
Die junge Dame ahnte nicht im geringſten, was in Guſtavs Seele vorging, ſie wußte noch nicht, welche mächtigen Gefühle ſie einzuflößen vermochte. Ihre Miene verrieth bloß einige Ver⸗ wunderung über die Unbeweglichkeit des jungen Menſchen, der taub und ſtumm zu ſein ſchien. Guſtav jedoch entging nicht die leiſeſte Bewegung in dem lieblichen Geſichte, und die himmliſche Un⸗ ſchuld welche ihre Verwunderung ausdrückte, er⸗ füllte ihn mit einer freudigen Rührung, wie er ſie noch nie empfunden.
Indeß konnte er ſich nicht länger dem ſtummen Anſchauen überlaſſen, die Frage des Fräuleins mußte beantwortet werden. Bei dem Zwange
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