Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Prachtliebe entſpricht, und die mit Orden behängt und mit reichen Uniformen bekleidet, einen ſtrah⸗ lenden Hof um den Thron bildet*). Jenes ſtolze Selbſtbewußtſein kennt der Wiener nicht, das nichts über ſich duldet als den überlegenen Geiſt und das überragende Verdienſt; die mächtige Thatkraft pocht nicht in ſeiner Bruſt, die an jeder Schranke ſich zu Tode ringt; die Idee der Menſchenrechte hat ihm noch nicht den bleiernen Schlaf geraubt.

So war es denn nicht das bittere Gefühl der Unterthänigkeit, nicht die Kränkung der zum Die⸗ nen gezwungenen Kunſt, was der Maler Roſe empfand, als er die Marmortreppe hinaufſtieg um ſich der Gräfin vorſtellen zu laſſen, ſondern die ſchüchterne Befangenheit eines Kindes das vor eine Perſon geführt wird, deren Urtheil ihm Auto⸗ rität iſt. Er ängſtigte ſich vor der Möglichkeit, daß ſeine linkiſche Haltung oder ſeine plebejiſchen

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Selbſt während der Revolution des Jahres 1848 hat der Adel als ſolcher nicht die geringſten Inſulten erfahren. Im öſterreichiſchen Reichstag ſaßen ungefährdet Grafen und Fürſten und ein Antrag auf Abſchaffung der adeligen Titel

wurde mit Gleichgültigkeit aufgenommen und durch die Ta⸗ gesordnung heſeitigt.

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