Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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außer der Geſellſchaft ſtehender Mann— der Prior der Liguorianer.

Guſtav Roſe haßte den Orden eben ſo ſehr wie die meiſten Wiener, und er hütete ſich wohl im Kreiſe ſeiner Kunſtgenoſſen ſeine nahe Ver⸗ wandſchaft mit dem Obern dieſes Ordens merken zu laſſen; er hätte ſich mindeſtens ewigen Necke⸗ reien ausgeſetzt. Er kam auch nur ſelten ins Kloſter; das dumpfe Haus war nicht nach ſeinem Geſchmack und das Weſen ſeines Oheims contra⸗ ſtirte unerquicklich mit ſeinem offenen fröhlichen Naturell. Indeß blieb er doch immer ſein einzi⸗ ger Verwandter, der den früh Verwaiſten ſtets gütig behandelt und reichlich unterſtützt hatte.

Gegen dieſen Mann ſprach Roſe zuweilen den Wunſch aus in den Häuſern des Adels Beſchäf⸗ tigung für ſeinen Pinſel zu finden, und bat um ſeine Verwendung. Der Alte that gewöhnlich als hätte er die Bitte ſeines Neffen überhört. Eines Tages erhielt jedoch Roſe unerwartet von der ver⸗ wittweten Gräfin V. die Einladung nach ihrer Villa in Meidling zu kommen um dort die junge Comteſſe zu porträtiren.