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geweſen. Der eiſige Hauch des Forſchens und Grübelns, der die Seelen der norddeutſchen Ju⸗ gend allzu früh erkaltet, drang noch nicht über die Grenzgebirge Oeſterreichs; die Kämpfe im Schooß des Staates und der Kirche klangen da⸗ mals den Wienern ſo ferne wie da Gewehrfeuer der Tſcherkeſſen im Kaukaſus. e Weltgeſchichte mit ihren furchtbaren weaneuehn fihe dem glück⸗ lichen Maler kaum mehr als eine Stoffſammlung zu intereſſanten Scenen für den Maler und Dichter. Ueberdies beſchäftigte Roſe ſeinen Pinſel nicht mit der ernſten Geſchichtsmalerei; er hatte zu viel Ta⸗ lent und geſundes Urtheil um über ſeine Welt hinaus zu greifen. Er fühlte wohl, daß man in einer großen Zeit und unter großen Menſchen leben müſſe um großartige Modelle zu finden. „Das Studium großer Muſter“, dachte er, wenn er durch die Rubensgallerie im„Belvedere“ be⸗ wundernd ſchritt,„würde mich höchſtens zum ge⸗ ſchickten Copiſten machen. Ein gewaltiger Schild und ein breites Schwert macht noch keinen Achil⸗ les, die Toga gibt noch keinen Römer. Wahrheit und ergreifende Darſtellung läßt ſich nur dem Leben entnehmen. Jede Zeit“, tröſtete er ſich,


