Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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worfenen Kapuze trat der herrlich geſchnittene Kopf eines jungen Mannes. Die Bläſſe des Grames in ſeinem Geſicht erhöhte nur den Ausdruck ſeiner edlen ſeelenvollen Züge, und der düſtre Blick gab ſeinem großen Auge bewältigende Gluth und Kraft.

Ein ſonniger Strahl entzückender Ueberraſchung überflog die vor Erſchöpfung matt gewordenen Züge der Dame, ihren Lippen entſchlüpfte ein leiſer Freudenſchrei und raſch ſtreckte ſie gegen den Mönch den Arm aus, als wollte ſie ſein Gewand faſſen und ſich überzeugen, ob die vor ihr ſtehende Geſtalt nicht ein Trugbild ihres fiebernden Kopfes ſei. Doch eben ſo ſchnell ließ ſie den Arm ſinken; Scham und Qual löſchten das Freudenfeuer ihrer ſchönen Augen, hohe Röthe überſtrömte ihr holdes Geſicht, das ſo ſanft und kindlich war wie der Frühling, und wich bald der Todesbläſſe eines heftigen Schmerzes, der ihre Bruſt krampfhaft zu⸗ ſammendrückte. Denn die Lippen des Mönchs hatten ſich ſchrecklich verzerrt, als wollten ſie einen gräß⸗ lichen Fluch ausſprechen; aber kein Laut kam über ſeinen Mund, nur ſeine Zähne zeigten ſich wild ver⸗ biſſen und unter ſeinen zuſammengezogenen Brauen ſchoſſen Blicke hervor, vernichtend zermalmend.

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